Relaunch bei der LVB

Uns ist schon vor einigen Tagen auf den Seiten der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) ein Relaunch aufgefallen. Allerdings hielt sich die Begeisterung direkt in Grenzen. Das alte Portal war übersichtlich und relativ klar strukturiert. Was vielleicht hätte verbessert werden können, war die direkte Anwahl des Routenplaners. Denn das war auf Anhieb nicht ganz so gut zu sehen. Allerdings stellt die neue Webseite keinen Fortschritt sondern eher einen Rückschritt dar.

Screenshot Alt Screenshot Neu

Das Design sieht nicht besonders neuzeitlich aus, geschweigedenn freundlich und offen. Alles in Grautönen gehalten und das Logo prangt im Footer als wäre es nur lästiges Beiwerk. Die Icons auf der Startseite sind sicher ein guter Punkt auf der Seite aber im allgemeinen wirkt die Seite einfach nicht. Für die technische Umsetzung ist die eWerk IT in Leipzig zuständig. Allerdings treten bei Benutzung des Routenplaners öfter Fehler auf. So sind einige Straßen gar nicht vorhanden oder in irgendeiner Weise erreichbar. Da lobt man sich das alte Nasa System welches auf der alten Seite sehr gut funktioniert hat.

Neben der Ladezeit der Seite ist auch beim Thema Suchmaschinenoptimierung wenig passiert. Die Titel sind schlecht zugewiesen und die Description ist mehr als dürftig. Man sollte aber hier mal wieder positiv anmerken, dass die LVB Piwik als Trackingtool benutzt. Wir hätten aber eher daran gedacht Etracker zu nutzen. Aber man muss ja an einigen Ecken sparen wenn DIESER Neuauftritt circa 30.000 Euro gekostet haben soll. ;-)

Kommentare im Designtagebuch sind teilweise auch recht “nett” gehalten. Die Visualisierung mittels einer direkten Karte für den Fahrgast ist natürlich wiederum eine gute Idee, allerdings ist der Bereich für die entsprechende Bahn und Abfahrtszeit dadurch in den Hintergrund gerutscht und wird Linksaußen dadurch schlechter wahrgenommen. Laut LVZ Artikel wollte die LVB damit “internationale Maßstäbe” setzen. Hoffentlich guckt sich bei denen keiner was ab! Andere Verkehrsbetriebe machen es vor und besitzen wesentlich bessere Auftritte.



Datum: Samstag, 30. Januar 2010 16:54
Themengebiet: Design Trackback: Trackback-URL
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2 Kommentare

  1. 1

    Autsch! Wer hat das denn verbrochen? Ein Professor an der Uni? AHJA!

    Usability gleich null, Aufbau mehr als schlecht, grafische Gestaltung – 6 setzen. Jeder Grafikdesigner, Webdesigner oder halbwegs kundentaugliche Programmierer würde im Boden versinken und sich vorher noch die Hände abschneiden. Das würde doch so keine deutsche Agentur verlassen. Oder doch?

    ewerk sind programmierer, aber die hören allenernstes auf irgendeinen Theoretiker an der Uni? Ganz großer Fail. Das die LVB da auch so mitspielt ist mir aber ein Rätsel. Es muss doch mal jemand vorher das ganze gesehen haben und festgestellt haben das man sowas nicht auf die Nutzer loslassen kann?

  2. 2

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